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Mittelalterliche Gerichtsbarkeit Neue Dauerausstellung im Marterturm auf der Leuchtenburg Der Marterturm ist einer von insgesamt vier Wehrtürmen, die um 1460 zur Verteidigung der Leuchtenburg errichtet wurden. Da nachweislich nach der Bauzeit keine kriegerischen Angriffe auf der Burg zu verzeichnen sind, hat man die Türme zur Inhaftierung und Folterung von Straftätern genutzt. Die Leuchtenburg war von 1396 bis 1700 ein fürstliches Amt, das für 40 Orte der Umgebung als oberste Gerichts-, Finanz-, Militär- und Verwaltungsbehörde auftrat.
In Vorbereitung eines neuen Ausstellungskonzeptes des Museums Leuchtenburg wurde der Marterturm durch den Landkreis Saale-Holzland seit 2009 aufwendig saniert. Der alte Dachstuhl war marode, die Stufen ausgetreten und ohne Geländer. Für die neue Ausstellungspräsentation fehlte es außerdem an Beleuchtung und Sicherheitstechnik. Insgesamt knapp 50.000 € wurden allein für die Baumaßnahmen investiert.
In der neuen Ausstellung des Museums stehen Hörspiele im Mittelpunkt der Inszenierung. Nach dem Motto „Lausche den Geheimnissen der Mauern, denn sie haben schon viel gesehen…!“ hört man Geschichten aus alten Zeiten. Nach Wunsch auch zweisprachig. Außerdem sorgen ein originales Richtschwert, ein altes Steinkreuz, eine Streckbank und vieles mehr für ein authentisches Gefühl.
Das Thüringer Justizministerium unterstützte die Hörspielproduktion und die Anschaffung einer Spezialvitrine mit einer Zuwendung aus den Überschüssen der Staatslotterien mit insgesamt 4.500,00 € Lottomitteln.
Die neue Ausstellung wurde am 26.8.2010 um 10 Uhr durch den Thüringer Justizminister Dr. Holger Poppenhäger, den Landrat Andreas Heller und Kurator Wolfgang Fiedler, MdL eröffnet und ist nun dauerhaft täglich von 9 bis 18 Uhr zu besichtigen.
|  Gefangener im Marterturm | |
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